Jackson Hole

"The most challenging mountain on the continent" - so wird das Skigebiet in den Grand Tetons auch gerne genannt. Dieser Ruf entstand bereits Ende der 60er, als Paul McCollister drei Skilifte in die von Waldstücken durchzogenen Felskämme stellte. Man präparierte von Anfang an nur wenige Pisten und verließ sich lieber auf die zahlreichen Skibums, die Jackson Hole seit Tag 1 magnetisch anzog. Nach und nach wurde mehr In-Bounds-Backcountry freigegeben, zuerst noch relativ zaghaft, nach vermehrten (illegalen) Pionierleistungen der Jackson Hole Air Force wurde das "skiable terrain" immer mehr. Dieser legendäre Geheimbund von einheimischen Freeridern machte das Ignorieren von Absperrungen in den 80ern zu ihrem primären Ziel. Selbst die Verantwortlichen konnten sich dem ungeheuren Potenzial, welches der Rendezvous Mountain bot, nicht mehr länger verschließen und so ist Jackson Hole heute die Pilgerstätte für Extremskifahrer und diejenigen Gäste, die ihren Skiurlaub in den USA gerne etwas steiler gestalten. Bei all diesem überschwänglichen Lob für Jackson Holes OffPiste-Terrain darf nicht unerwähnt bleiben, dass man sich zwischenzeitlich auch Gedanken über die Partner und Kinder jener Powderverrückten gemacht hat und deshalb der niedrigere Bereich, der Après Vous Mountain, zum Fortgeschrittenen- und Anfängerbereich ausgebaut wurde.

Entfernung zum Ort

wenige Schritte

Höhe des Skigebiets

1.924 - 3.185 m

Längste Abfahrtsstrecke

8,4 km

Abfahrten

133 + OffPiste, davon 10 % Anfänger, 40 % Fortgeschritten, 50 % Experte

Bedeutende Abfahrten

Corbet´s Couloir

Lifte

13

Durchschnittlicher Schneefall/Jahr

11,7 m

Könner

Genuss

Wissenswertes über Jackson Hole:

  • Jackson Hole bietet unter den größeren Skigebieten Nordamerikas wohl mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, sei es bei den Skipass-, Übernachtungs- oder Essenspreisen. Das liegt auch daran, dass der Winter hier absolute Nebensaison ist.
  • Am Wochenende wenig überlaufen, da keine größere Stadt im Einzugsgebiet liegt.
  • Die Kehrseite dieser Abgeschiedenheit ist die vergleichsweise geringe Kapazität des Regionalflughafens - Anschlussflüge nach Denver oder Salt Lake City sind schnell ausgebucht.
  • Der Talort des Skigebiets heißt Teton Village und ist etwas verschlafener als der Ort Jackson. Dorthin sind es von der Gondel ca. 15 min.
  • Jackson selbst ist ein größerer Ort, Sie finden hier Supermärkte, Sportshops, Cowboy-Bedarfs-Läden für Mitbringsel etc.
  • viele Restaurants und Bars, sowohl in Teton Village als auch in Jackson selbst

Stumböck-Tipps:

  • Schauen Sie in einem der zahlreichen Wildwest-Shops in Jackson nach sogenannten Roper Gloves. Diese äußerst haltbaren Arbeitshandschuhe gibt es auch in der Winterausführung. Sie kosten einen Bruchteil von dem, was man für Skifunktionshandschuhe zahlt, erfüllen aber den gleichen Zweck. Dazu kauft man eine Dose "baking wax", damit werden die Handschuhe eingerieben und für eine Minute in die Mikrowelle gelegt.  Wenn Sie Glück haben, halten sie, wie das Paar des Autors, fünf Winter (and still going strong...).
  • Die Million Dollar Cowboy Bar am Town Square ist zwar einerseits touristisch, nur: wo sonst gibt es einen Rodeobullen im Restaurant? Man sitzt auf Sätteln an einer Bar, deren Tresen aus hunderten, eingelassener Silberdollars besteht und trinkt möglichst stilecht mit Stetson und Lederjacke (rot-schwarzer Holzfällerflanell geht ebenfalls) Whiskey pur. Oder lernt jeden Donnerstag kostenlos Square Dance.
  • Die Snake River Brewery bietet neben sechs eigenen Biersorten eine originelle Atmosphäre und gutes Essen zu fairen Preisen.

Freizeitangebot

  • Hundeschlittentouren
  • Besuchen Sie in jedem Fall das nur ca. eine Stunde entfernte Skigebiet Grand Targhee. Dieses liegt auf der Wetterseite der Teton Range und das Resort selbst bietet nur etwa 500 Betten. Da nur sehr wenige Tagesgäste kommen, können Sie sich ungefähr ausrechnen, wie sich das auf die Pulverschnee pro Kopf-Ratio auswirkt.
  • Jackson Hole ist eines der wenigen Skigebiete in den USA, die Heliskiing anbieten.
  • Das Saddlehorn Activity Center bietet 20 km Loipen, Schneeschuhwanderungen und Backcountry-Touren.
  • Besuchen Sie das Elk Refugee, in welchem tausende Wapitis überwintern.

Skigebietsinformation:

"Someday, somebody will ski that." - Barry Corbet, 1963 bei einer ersten Sichtung des Terrains zusammen mit Gründer Paul McCollister

Corbet's Couloir - dieser Name allein reicht, um in Freerider-Kreisen auf der ganzen Welt für ein seliges Lächeln zu sorgen. Die berüchtigte Abschussrampe stellt eine zwei Meter breite Schneise in einer überhängenden Felswand dar, die man auf den ersten zehn Metern "Schuss" überwinden muss. Dieses Couloir mündet dann in einer 35° steilen Flanke, über die man zurück auf sicheren Boden kommt.
Was in vielen anderen Gebieten oftmals nur mit Bergführern zu machen ist, öffnet sich in Jackson Hole für jedermann - sofern man den Mut und das Können dafür aufbringen kann. Wir empfehlen jedem Gast für mindestens die ersten zwei Tage einen Guide zu buchen, um das Gebiet so optimal erfahren zu können.

 

zUS Jackson Hole - Heliskiing - High Mountain Heliskiing

Basis-Package
Preis auf Anfrage
Inklusive: 6 Abfahrten, Heli-Guide, Sicherheitsausrüstung und Lunch

Skireisen USA

Im Folgenden werden wir Ihnen einige Fakten, Informationen und Hinweise und hoffentlich genug Motivationschübe geben, damit auch Sie von einem Skiurlaub in den USA überzeugt werden.

Im Flugzeug hat man die vollmundigen, romantisch verklärenden Bezeichnungen „champagne powder" oder „cold smoke" noch belächelt und betrachtet auch jetzt, vor der ersten Abfahrt, die weiße Pracht erstmal misstrauisch. Sieht ja auch nicht anders aus als daheim. Man fährt los und setzt gewohnt viel Kraft in den ersten Schwung. In der nächsten Sekunde passiert ziemlich viel:
a) Sie wundern sich zuerst über den fehlenden Widerstand,
b) folgern dann gekonnt, dass die vergleichsweise beachtliche Höhenlage + große Entfernung zum nächsten Ozean + geringe Luftfeuchtigkeit + Kälte nichts anderes bedeuten kann als 95% Luftanteil in einem Kubikmeter Schnee und
c) Ihnen entfährt der erste Glücksschrei. Oder im Fall oberbayerischer Herkunft ein kurzes „Gar ned moi so schlecht...".

Sitzt man im Sessellift und gibt sich als Europäer zu erkennen, entsteht in 99% der Fälle sofort ein Gespräch über den Schnee hier und den Schnee bei uns und meistens stehen die Chancen nicht schlecht, dass man auf einen Geheimtipp eingeladen wird (in erster Linie natürlich aus purer Nettigkeit, ein klein bisschen aber auch um zu checken, ob die Alpenskifahrer wirklich solche Profis sind).

Dieser grandiose Pulver wird ständig von der Ski Patrol überwacht, im Notfall gesprengt und dann freigegeben. Das hat den Vorteil, dass überall, wo kein Seil davorhängt, gefahren werden kann und dieser Bereich dann auch als sicher anzusehen ist. Das gilt auch für die Waldabfahrten, das legendäre Tree-Skiing. Gilt diese Variante in den Alpen aufgrund der vielen Tannenwälder als Tabu, punkten die USA hier eindeutig mit geräumigen Birkenwäldern in welchen Grenzen nur vom eigenen Können gesetzt werden. Apropos Ski Patrol: sehen Sie ein Schild wie "Langsam Fahren!", stehen die Chancen gut, dass die Patrol ums Eck steht und zu schnellen Fahrern eine Geldstrafe verpasst.

Wenn man den einen Unterschied zwischen Skifahren in den Alpen und Skifahren in den USA erklären möchte, lassen Sie mich aus eigener Erfahrung sprechen: Ich habe selbst längere Zeit in Beaver Creek gearbeitet, unter anderem auch als Skilehrer. Und ich war vollkommen baff, als mir klar wurde, dass es hier nicht um Technik, Skiabstand, Körperhaltung und Erfüllungsdruck geht, sondern um Spaß. Während man in den Alpen hauptsächlich nach Präzision und Perfektion strebt, geht es den Eltern in Amerika am Ende des Tages nicht darum, ob ihr Kind einwandfreie Parallelschwünge hinbekommt sondern darum, dass es lacht. Das Tempo wird vom Schüler vorgegeben und nicht vom Lehrer. Genauso ist es mit dem Skifahren in den USA allgemein: Der Spaß steht im Vordergrund, es herrscht ein freundliches Miteinander und wenn man im Tiefschnee zwischen den Bäumen doch mal jemand anderem begegnet grüßt man kurz und fährt weiter.

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